{"id":17051,"date":"2022-12-15T15:31:01","date_gmt":"2022-12-15T14:31:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/?p=17051"},"modified":"2023-12-15T14:52:42","modified_gmt":"2023-12-15T13:52:42","slug":"save-the-african-grey-parrot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/save-the-african-grey-parrot\/","title":{"rendered":"Save the African Grey Parrot"},"content":{"rendered":"\n
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Save the African Grey Parrot<\/h1>\n\n\n\n

Parrot Tree Caretaker Association, Uganda<\/em><\/h2>\n\n\n\n
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Nick Byaba<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n
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Afrikanische Graupapageien, bewundert f\u00fcr ihre Sprachf\u00e4higkeit und Intelligenz, wurden in Europa seit dem Mittelalter gehalten; sie galten als repr\u00e4sentative, mysteri\u00f6se und nicht zuletzt unterhaltsame Tiere. Der Handel mit Graupapageien und die Zerst\u00f6rung ihrer Umwelt haben dazu gef\u00fchrt, dass sie in vielen Regionen Afrikas vom Aussterben bedroht sind. Heute leben vermutlich mehr Graupapageien als \u201eHaus\u201c- oder \u201eZootiere\u201c \u00fcberall auf der Welt verteilt, als in ihren urspr\u00fcnglichen Habitaten.

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Am Rande des Kibale National Parks im Westen Uganda lebt eine kleine aber wachsende Population von Graupapageien. Nick Byaba, ein junger Naturf\u00fchrer und Umweltsch\u00fctzer begann 2020 w\u00e4hrend der Pandemie, in der nur wenige Besucher nach Uganda kamen, die V\u00f6gel seiner Region zu beobachten und die Entwicklung der Graupapageien-Population zu dokumentieren. Mittlerweile ist er zu einem Experten f\u00fcr die Kommunikation der scheuen V\u00f6gel und ihre vielf\u00e4ltigen Beziehungen zur Umwelt geworden.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Ein Jahr sp\u00e4ter, Dezember 2023: <\/strong><\/h2>\n\n\n\n

Fortschritte beim Schutz der Graupapageien<\/strong><\/h2>\n\n\n\n
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Im vergangenen Jahr unterst\u00fctzten zahlreiche Mitglieder und Kund*innen von artefakt spontan das Graupapageien Schutzprojekt von Nick Byaba in Uganda. Wir haben uns sehr \u00fcber die Spenden und begeisterten Kommentare gefreut. Heute wollen wir davon berichten, was sich aus dieser Begeisterung entwickelt hat. Nick Byaba hat uns folgendes dazu geschrieben: <\/p>\n\n\n\n

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Rose Kembabazi, eine lokale B\u00e4uerin, die drei \u00d6lpalmen in auf ihrem Land sch\u00fctzt<\/div>
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Besige Charles Amoti mit einer der Palmen auf seinem Grundst\u00fcck in der N\u00e4he von Nkingo Town<\/div>
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Rose und Roger bei einer Pflanzaktion<\/div>
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4000 Setzlinge verschiedener einheimischer Baumarten, bereit f\u00fcr die Auslieferung an die lokalen B\u00e4uerinnen und Bauern<\/div>
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Nick Byaba beim Pflanzen einer \u00d6lpalme<\/div>
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Als Parrot Tree Caretakers Association (PTCA)<\/strong> sind wir stolz darauf, uns f\u00fcr die Erhaltung der vom Aussterben bedrohten Afrikanischen Graupapageien einzusetzen und freuen uns \u00fcber das, was wir zusammen mit unseren Unterst\u00fctzern und F\u00f6rderern erreichen konnten. Hier einige unserer Erfolge: <\/p>\n\n\n\n

Die Parrot Tree Caretakers Association hat zusammen mit lokalen B\u00e4uerinnen und Bauern mehr als 6000 Baumsetzlinge<\/strong> rund um den Kibale National Park gepflanzt. Bereits bestehende \u00d6lpalmen<\/strong> und andere einheimische Baumarten werden inzwischen in f\u00fcnf D\u00f6rfern der Region von der lokalen Bev\u00f6lkerung gesch\u00fctzt<\/strong>. Sie haben den Wert dieser B\u00e4ume f\u00fcr das \u00dcberleben der V\u00f6gel und anderer Wildtiere erkannt und verarbeiten sie nicht l\u00e4nger zu Brennholz. Die PTCA hat im in diesem Jahr regelm\u00e4\u00dfig Kinder an vier Schulen besucht<\/strong> und mit ihnen \u00fcber Naturschutz<\/strong> im Allgemeinen und ganz besonders den Schutz von Graupapageien gesprochen.  Begeisterte Naturf\u00fchrer*innen<\/strong> vor Ort, haben das Monitoring von Futterpl\u00e4tzen und Flugrouten \u00fcbernommen. Sie zeichnen das Verhalten der scheuen V\u00f6gel kontinuierlich auf und sammeln so wichtige Erkenntnisse zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Art. Ein besonderes Ereignis war die Freilassung von 58 Graupapageien<\/strong> im Kibale National Park. Diese, f\u00fcr den illegalen Handel gefangen V\u00f6gel, waren von den ugandischen Naturschutzbeh\u00f6rden beschlagnahmt worden. Die PTCA unterst\u00fctzte die Beh\u00f6rden und staatlichen Natursch\u00fctzer mit ihrem ortspezifischen Wissen und t\u00e4glichem Einsatz bei der Wiederauswilderung und Integration der V\u00f6gel<\/strong> in die bestehende Graupapageien Population. Seit M\u00e4rz 2023 ist die PTCA ein eingetragener gemeinn\u00fctziger Verein.<\/strong> Im neuen Jahr werden wir beginnen Baumsetzlinge auf unserem eigenen St\u00fcck Land zu ziehen, das uns geschenkt wurde. Wir m\u00f6chten allen, die uns bei unserer Arbeit unterst\u00fctzt haben danken und w\u00fcnschen ihnen alles Gute!<\/p>\n\n\n\n

Nick Byaba f\u00fcr die Parrot Tree Caretakers Association<\/strong><\/p>\n\n\n\n

Uganda, Dezember 2023<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n

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PTCA Hinweistafel an der Stra\u00dfe zum Kibale Forest mit einer Botschaft an die lokale Bev\u00f6lkerung.<\/div>
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Graupapagei auf seinen Schwarm wartend<\/div>
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Graupapagei, neugierig in unsere Richtung schauend<\/div>
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Graupapagei im Morgenlicht<\/div>
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Boda Boda Fahrer bei der Auslieferung der Pflanzen<\/div>
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Baumpflanzaktion entlang der Bigodi Road in Richtung Kibale Forest zusammen mit der \u00f6rtlichen Bev\u00f6lkerung<\/div>
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Fotos: Nick Byaba<\/p>\n\n\n\n



Und so k\u00f6nnen Sie das Projekt weiterhin unterst\u00fctzen:<\/h2>\n\n\n\n
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Wenn Sie die wertvolle Arbeit von Nick Byaba unterst\u00fctzen m\u00f6chten, k\u00f6nnen Sie gerne auf folgendes Konto Ihre Spende \u00fcberweisen: 
\u200b\u200b\u200b\u200b\u200b\u200b\u200b
Kontoinhabende: Ute H\u00f6rner, Mathias Antlfinger
IBAN: DE23 4306 0967 4069 5353 00
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Spende Graupapageien<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n

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Dezember 2022<\/strong><\/h2>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n
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Durch seine detaillierten Aufzeichnungen wei\u00df Nick genau, an welchen Orten und zu welcher Jahreszeit sie Nahrung finden \u2013 wann bspw. die Bl\u00fcten eines African Tulip-Trees knospen, aus denen die V\u00f6gel gerne ihr Wasser trinken oder wann die begehrten N\u00fcsse einer spezifischen \u00d6lpalme reifen. Palmn\u00fcsse sind eine der Hauptnahrungsquellen der Afrikanischen Graupapageien \u2013 fettreich, voller N\u00e4hrstoffe, Vitamine, Mineralien sind sie f\u00fcr das \u00dcberleben der Spezies essenziell. Es gibt nur wenige wildwachsende \u00d6lpalmen im Westen Ugandas, die meistens ab einer bestimmten Gr\u00f6\u00dfe gef\u00e4llt werden, da viele Bauern bef\u00fcrchten, dass sich in ihren trocken herabh\u00e4ngenden Bl\u00e4ttern giftige Schlangen verstecken k\u00f6nnten.

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Um den bedrohten Lebensraum der afrikanischen Graupapageien zu sch\u00fctzen, haben Nick Byaba und seine Kolleg*innen und eine Gesellschaft aus Natursch\u00fctzer*innen, B\u00e4uer*innen und \u2013 B\u00e4umen initiiert. Sie kl\u00e4rt \u00fcber die existentielle Bedeutung der einheimischen B\u00e4ume, f\u00fcr das \u00dcberleben der Graupapageien auf. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort arbeiten sie daran die Standorte zu vermehren: Bauern und B\u00e4uerinnen, die \u201eParrot Trees\u201c auf ihrem Land pflegen oder anpflanzen, wird bspw. eine Aufwandsentsch\u00e4digung angeboten.

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So entstehen ganz allm\u00e4hlich Baum-Korridore, die Graupapageien Rastpl\u00e4tze und Futter bieten. Mit der F\u00f6rderung der \u201eParrot Tree Caretaker Association\u201c am Rande des Kibale National Parks helfen wir allen Beteiligten, das \u00dcberleben von Generationen von Graupapageien in ihrem nat\u00fcrlichen Lebensraum zu sichern, und ein Modell zu entwickeln, das Vorbild f\u00fcr andere Regionen sein kann.<\/p>\n\n\n\n

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Autorin: Ute H\u00f6rner 2022<\/em><\/p>\n\n\n\n

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Benagte \u00d6lpalmn\u00fcsse<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n
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