{"id":2069,"date":"2012-06-28T14:13:01","date_gmt":"2012-06-28T13:13:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/?p=2069"},"modified":"2016-06-16T13:11:35","modified_gmt":"2016-06-16T12:11:35","slug":"einfuehrung-natuerliches-natives-olivenoel-ein-mittel-zur-foerderung-der-gesundheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/einfuehrung-natuerliches-natives-olivenoel-ein-mittel-zur-foerderung-der-gesundheit\/","title":{"rendered":"Einf\u00fchrung: Nat\u00fcrliches (natives) Oliven\u00f6l \u2014 ein Mittel zur F\u00f6rderung der Gesundheit"},"content":{"rendered":"<p>Bei der Entwicklung unseres derzeitigen Gesundheitssystems kann man \u00e4hnliches entdecken wie bei der Entstehung des Finanzdebakels: Erst als sich das Geld immer weiter von seinem urspr\u00fcnglichen Charakter des Tauschmittels als Ausdruck realer Wertsch\u00f6pfung entfernte, konnte die Illusion Raum greifen, aus Spekulationen mit leeren &#8222;Werth\u00fclsen&#8220; lie\u00dfen sich nachhaltige Werte schaffen.<\/p>\n<p>Unser immer weiter wachsender Gesundheitsapparat bewegt ebenfalls j\u00e4hrlich viele Milliarden Euro, die dennoch nie ausreichen und deren Werthaltigkeit immer weniger fassbar ist.<\/p>\n<p>Kritische Stimmen, die auf die Grenzen des Verfahrens hinweisen, gibt es genug. Wie im Finanzsektor ist nur der Zeitpunkt unbestimmt, zu dem die aufgebl\u00e4hte Finanzierung des Gesundheitssystems nicht mehr zu halten sein wird. Unsere individuelle M\u00f6glichkeit, die Geldsysteme zu beeinflussen, ist gering. Aber die M\u00f6glichkeiten, etwas f\u00fcr unsere eigene Gesundheit zu tun, sind unvergleichlich gr\u00f6\u00dfer. Ein gutes Oliven\u00f6l kann dabei ein Hilfsmittel sein,\u00a0da es sehr gut schmeckt, gesund ist &#8211; und weil es Spa\u00df macht, es mit Freunden zu genie\u00dfen.<\/p>\n<h2><strong>Nat\u00fcrliche<\/strong>\u00a0Oliven\u00f6le erhalten die Gesundheit und f\u00f6rdern die Heilung \u2014<br \/>\nvieles muss man trotzdem selber machen<\/h2>\n<p>Der Olivenbaum z\u00e4hlt mit zu den von Menschenhand kultivierten Pflanzen. Ob der Saft seiner Fr\u00fcchte fr\u00fcher mehr den rituellen Zwecken, z.B. als heiliges Salb\u00f6l, f\u00fcr die K\u00f6rperpflege und als Licht- und Energiespender diente oder bereits auch als Grundnahrungsmittel eingef\u00fchrt war, l\u00e4sst sich heute nicht genau ermitteln. Ohne die Erfindung der Zentrifuge um 1830, die in wenigen Augenblicken \u00d6l von Wasser trennen kann, w\u00e4re jedenfalls kein allgemein verf\u00fcgbares, wohlschmeckendes Lebensmittel daraus geworden. Wasser oxidiert \u00d6le und Fette und l\u00e4sst sie dadurch schnell ranzig werden.<\/p>\n<p>So soll Hildegard von Bingen die Heilkraft von Oliven\u00f6l sehr gesch\u00e4tzt, von dessen Verzehr aber wegen des \u00fcblen Geschmacks abgeraten haben. Der griechische Arzt Hippokrates (ca. 500 v.Chr.) w\u00fcrdigte ebenfalls Oliven\u00f6l als Heilmittel und empfahl es bei Ersch\u00f6pfung, zum Ausheilen von Bronchitis, bei Geschw\u00fcren und Cholera, zur Wundheilung und zum Knochenaufbau bei Kindern.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher waren \u00c4rzte und Heilkundige auf die in Generationen angesammelte Erfahrung, auf tradiertes Wissen und auf die eigene Beobachtung angewiesen, die Empirie des Heilens war ihre Arbeitsgrundlage. Heute wird der Erkenntnisprozess weitgehend auf moderne Ger\u00e4te verlagert, mit denen man alles bis ins kleinste Detail analysieren und sichtbar machen kann. So hilfreich diese Analytik auch ist, beruht sie doch auf einem problematischen Prinzip: der Isolierung des einen untersuchten Stoffs oder Vorgangs. Damit verbindet sich die Hoffnung, die eine Substanz zu finden, die das (gesundheitliche) Problem verursacht &#8211; oder es beheben kann.<\/p>\n<p>Die Dinge aus ihrem systemischen Zusammenhang zu nehmen und sie isoliert zu betrachten, erreicht aber \u00fcberall schnell seine Grenzen. So ist hinl\u00e4nglich bekannt, dass viele Nahrungserg\u00e4nzungsmittel nur den Herstellern helfen. Vitamine z.B., die als k\u00fcnstlich hergestellte Substanz in Tablettenform geschluckt werden, k\u00f6nnen vom K\u00f6rper nicht aufgenommen werden, weil ihnen die Komplexit\u00e4t des nat\u00fcrlichen Vorkommens fehlt. Vitamine m\u00fcssen sich oft erst in Fett oder einem w\u00e4ssrigen Medium l\u00f6sen, damit sie vom K\u00f6rper aufgenommen und verarbeitet werden k\u00f6nnen.<br \/>\nBei allen nachfolgend aufgef\u00fchrten positiven Eigenschaften, die Oliven\u00f6l zu einem besonders wertvollen Grundnahrungsmittel machen, sollte man sich meines Erachtens daher von drei Einsichten leiten lassen:<\/p>\n<p>1. Oliven\u00f6l ist keine Medizin. Oliven\u00f6l kann nur eigene Bem\u00fchungen gesund zu werden oder zu bleiben unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>2. Nur ein mit gro\u00dfer Sorgfalt, aus gesunden und frischen Oliven kalt gepresstes Oliven\u00f6l (unter 27\u00b0C Verarbeitungstemperatur) besitzt die ihm zugeschriebenen positiven Eigenschaften. Oliven\u00f6le enthalten dann bis zu 2% sekund\u00e4re Pflanzenstoffe wie Phenole, Polyphenole, Squalen, Tocopherole, Flavonoide, Vitamin E, A und D und das im Chlorophyll enthaltene Beta-Karotin. Das unterscheidet &#8211; weniger die Fetts\u00e4urestruktur &#8211; Oliven\u00f6l von allen anderen Speisefetten, weil Oliven\u00f6l aus dem Fruchtfleisch, dem Zellsaft gewonnen wird. Den im Oliven\u00f6l enthaltenen, bioaktiven Begleitstoffen werden heute die Gesundheit f\u00f6rdernden Wirkungen zugeschrieben. \u00c4hnlich den Aromen reagieren diese Stoffe jedoch sehr empfindlich auf h\u00f6here Temperaturen und falsche Bearbeitung und Handhabung.<\/p>\n<p>3. Die substanzielle Wirkung von origin\u00e4rem Oliven\u00f6l f\u00fcr die Gesundheit ist weit weniger bedeutsam als seine Rolle f\u00fcr die Umstellung der Ern\u00e4hrungsgewohnheiten: Wohlschmeckend und genussreich, hilft es wie von selbst dabei, den Fleischkonsum zu reduzieren, viel Salat und kurz geschmortes Gem\u00fcse zu essen, mit Reis, Kartoffeln oder Pasta als Beilage &#8211; und mit den Gl\u00fccksgef\u00fchlen, die sich dabei einstellen.<\/p>\n<h2><\/h2>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Entwicklung unseres derzeitigen Gesundheitssystems kann man \u00e4hnliches entdecken wie bei der Entstehung des Finanzdebakels: Erst als sich das Geld immer weiter von seinem urspr\u00fcnglichen Charakter des Tauschmittels als Ausdruck realer Wertsch\u00f6pfung entfernte, konnte die Illusion Raum greifen, aus Spekulationen mit leeren &#8222;Werth\u00fclsen&#8220; lie\u00dfen sich nachhaltige Werte schaffen. 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