{"id":3228,"date":"2012-10-15T10:00:28","date_gmt":"2012-10-15T09:00:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/?p=3228"},"modified":"2012-10-21T14:16:36","modified_gmt":"2012-10-21T13:16:36","slug":"sich-selbst-neu-erfinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/sich-selbst-neu-erfinden\/","title":{"rendered":"Sich selbst neu erfinden &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/sich-selbst-neu-erfinden\/geerd-2\/\" rel=\"attachment wp-att-3229\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3229\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 18px;\" title=\"Geerd\" src=\"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Geerd1.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"232\" \/><\/a>\u2026\u00a0und dabei in seiner Einzigartigkeit unverkennbar bleiben? Diese Aufgabenstellung kommt in ihrem Anspruch schon der Quadratur des Kreises nahe. Was in der Organisationsentwicklung unter \u201eNachfolgeplanung\u201c gehandelt wird\u00a0 \u2013 und wof\u00fcr Heerscharen von Beratern einschl\u00e4gige Modelle und Methoden vorhalten \u2013, muss im Fall von arteFakt nat\u00fcrlich auf einen eigenen Weg gebracht werden, den in Abst\u00e4nden zu begleiten mir eine Freude war.<\/p>\n<p>Mit der arteFakt Zukunftswerkstatt hat Conrad B\u00f6licke einen spannenden Prozess eingeleitet. F\u00fcr die durch eine charismatische, ideen- und energiegeladene Unternehmerpers\u00f6nlichkeit gepr\u00e4gte \u201esoziale Skulptur\u201c arteFakt ein Nachfolgemodell zu finden ist eine \u201evon au\u00dfen\u201c nicht zu bew\u00e4ltigende Aufgabe. \u201eVon au\u00dfen\u201c meint hier das klassische Modell der Expertenberatung, bei dem f\u00fcr viel Geld Experten sagen, wie es gehen <em>k\u00f6nnte<\/em> \u2013 und sich f\u00fcr den schwierigen und umfangreichen \u201eRest\u201c, der Umsetzung, aus der Aff\u00e4re ziehen. \u201eKlassische\u201c Expertenberatung f\u00fcr Designer ist z.B. der Auftrag, f\u00fcr ein Produkt eine ansprechende Verpackung zu entwerfen. Allen Beteiligten \u2013 Conrad zuvorderst &#8211; war von Anfang klar, dass ein solcher Ansatz hier nicht taugt. Er entschied sich daf\u00fcr, sich von jungen K\u00fcnstlern unter dem subjektiven Blick ihrer Generation inspirieren und \u201eneu erfinden\u201c zu lassen, und er war sich auch der Risiken eines solchen Projekts bewusst. Die vier Fachhochschulabsolventen gingen diese Aufgabe mit Ideen und gro\u00dfem Elan an und fanden sich daher manchmal in einem Gestr\u00fcpp von Eindr\u00fccken, Erwartungen und \u00dcberlegungen wieder, die erst einmal zu sortieren waren. Aber sie kamen schlie\u00dflich in ihrer Arbeit zu eindrucksvollen Ein- und Ausblicken, was ihre Generation an arteFakt attraktiv finden und sie sich f\u00fcr arteFakt 2.0 vorstellen k\u00f6nnten.<img decoding=\"async\" title=\"Weiterlesen \u2026\" src=\"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/wordpress\/img\/trans.gif\" alt=\"\" \/><!--more--><\/p>\n<p>Es gibt auch wirklich stolperfreiere Themen, denen sich eine junge und engagierte Truppe von Designern widmen kann. Zumal, wenn es deren erstes gemeinsames Business-Projekt ist. Anna-Maria M\u00fcller, Zora Annabell Heinecke, Manuel Dreesmann und Kolja Burmester hatten es nicht nur mit einer charismatischen Unternehmerpers\u00f6nlichkeit in einem Unternehmen zu tun, das ein komplexes soziales Kunstwerk ist und auch bleiben soll. Der Auftrag war auch, M\u00f6glichkeiten auszuloten, wie ein Unternehmen ver\u00e4ndert, an den permanent stattfindenden Wandel seiner Umgebung angepasst werden und sich gleichzeitig im Kern treu bleiben kann. Es geht darum, ein Unternehmen <strong>resilient<\/strong> zum machen, wie der einschl\u00e4gige Begriff lautet. Daran haben sich schon Koryph\u00e4en der Unternehmensver\u00e4nderung die Z\u00e4hne ausgebissen \u2013 und dann soll das einem gerade erst etablierten Team junger Designer gelingen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/artefakt-auskunfte-2012\/artefakt-zukunftswerkstatt\/erste-auswertungen\/sich-selbst-neu-erfinden\/grafic-xcellience\/\" rel=\"attachment wp-att-3147\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Grafic-Xcellience\" src=\"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Grafic-Xcellience.jpg\" alt=\"\" width=\"605\" height=\"386\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Das Modell der Xcellience: Die <em>Ver\u00e4nderung eines Unternehmens ber\u00fchrt seine Resilienzpotenziale auf sieben Ebenen <\/em>(\u00a9 tetralog Bremen)<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Antwort lautet: Es kann gelingen. Die Chancen daf\u00fcr sind gut. Betrachtet man die sieben Ebenen, auf denen sich die <strong>Resilienzpotenziale<\/strong> eines Unternehmens realisieren, dann besitzt arteFakt hervorragende Voraussetzungen daf\u00fcr, sich flexibel neuen Bedingungen und Formen anzupassen und dabei seine innere St\u00e4rke zu bewahren.<\/p>\n<p>Im Kern geht es bei <em>arteFakt 2.0<\/em> darum, den <strong>Sinn<\/strong> des Unternehmens, seine starke <strong>Identit\u00e4t<\/strong> und seine <strong>Werte<\/strong> beizubehalten und sich gleichzeitig in seinen <strong>F\u00e4higkeiten<\/strong>, d.h. in seinen Abl\u00e4ufen, seinem Kommunikations<strong>verhalten<\/strong> und in der Form seines Angebots, einer ver\u00e4nderten <strong>Umwelt<\/strong> anzupassen, die durch selbstverst\u00e4ndliche Kommunikation per digitalen Medien, Vernetzung und gelebte Globalisierung gekennzeichnet ist.<\/p>\n<p>Es ist ein spannendes und kann ein sehr fruchtbares Experiment werden, sich auf diesen Weg zu machen. Wenn sich die gesamte soziale Skulptur arteFakt hierauf einl\u00e4sst, wird es sie insgesamt bereichern und es wird ihr Spektrum an Handlungsm\u00f6glichkeiten erweitern. Nichts ist so wertvoll, wie eine Idee zu erkennen, deren Zeit gekommen ist. Und es ist f\u00fcr arteFakt sicher eine solche gl\u00fcckliche F\u00fcgung, dass gut 40 Jahre nach \u00b468\u00a0 und fast 25 Jahre nach \u00b489 eine Generation st\u00e4rkere Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen und Ber\u00fccksichtigung ihrer Lebensweise fordert und sich gleichzeitig mit Conrad B\u00f6licke einer der engagiertesten Promotoren von zivilgesellschaftlichem Engagement die Frage nach dem Fortbestehen seines Lebenswerks \u00fcber seine aktive Zeit hinaus stellt.<\/p>\n<p>Die arteFakt Zukunftswerkstatt hat daf\u00fcr zukunftsf\u00e4hige Perspektiven aufgezeigt, von denen hier und an anderer Stelle sicher bald ausf\u00fchrlich die Rede sein wird. Entscheidend wird daf\u00fcr sein, dass es <em>allen<\/em> an der sozialen Skulptur Beteiligten gelingt, ihre Mission, ihre Identit\u00e4t und ihre Werte aufrechtzuerhalten. ArteFakt geht es nach wie vor darum, eine gerechtere, nachhaltigere und verantwortlichere Form des Wirtschaftens zu praktizieren, das hei\u00dft: die Werte der Beteiligung, der \u00d6kologie, der Freude an Austausch und Gemeinsamkeit mit neuen Formen von Angebot und Austausch zu verbinden. Und diese starken S\u00e4ulen werden auch die von arteFakt 2.0 sein.<\/p>\n<p>Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass der angeschobene Entwicklungsprozess eine inspirierende Wachstumserfahrung f\u00fcr alle diejenigen werden kann, die sich daran beteiligen. Dass Ihnen diese Option offen steht und dass es begr\u00fc\u00dft wird, wenn Sie sie auch ergreifen, steht f\u00fcr mich, der ich die soziale Kunst des Conrad B\u00f6licke sehr sch\u00e4tze und bewundere, au\u00dfer Frage. Deshalb geht\u00a0 mein Appell an die vielen arteFakt- und Oliven\u00f6lfreunde, dieses spannende Experiment nach Kr\u00e4ften zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Dr. Geerd Philipsen<br \/>\n<em>(in leicht gek\u00fcrtzter Fassung ver\u00f6ffentlicht in den arteFakt-Herbstausk\u00fcnften 2012)<\/em><\/p>\n<p><em>Der Autor ber\u00e4t seit 20 Jahren mit seiner Firma tetralog Bremen Organisationen und Unternehmen in Entwicklungs- und Ver\u00e4nderungsprozessen <\/em><a href=\"http:\/\/www.tetralog-bremen.de\/\">www.tetralog-bremen.de<\/a><em>, hatte mit Conrad B\u00f6licke bereits im Pilotprojket \u201eGr\u00fcnder-Fitness-Center\u201c der Hamburger Gr\u00fcnen zusammen gearbeitet und freut sich immer \u00fcber einen Austausch \u00fcber neue Ideen, per E-mail: <a href=\"mailto: gp@tetralog-Bremen.de\">gp@tetralog-Bremen.de<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026\u00a0und dabei in seiner Einzigartigkeit unverkennbar bleiben? 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