{"id":4036,"date":"2013-03-19T18:13:19","date_gmt":"2013-03-19T17:13:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/?p=4036"},"modified":"2014-05-23T18:24:18","modified_gmt":"2014-05-23T17:24:18","slug":"die-mallafrs-eine-bewegende-familiengeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/die-mallafrs-eine-bewegende-familiengeschichte\/","title":{"rendered":"Oliven\u00f6l No. 11 \u2013 Die Mallafr\u00e9s"},"content":{"rendered":"

Erz\u00e4hlt von Ralf Wigger<\/p>\n

Es ist Januar \u2013 in Katalonien ist der Winter eingezogen, der Wind, der vom Meer kommt, treibt eine unangenehme Feuchtigkeit \u00fcber das Land. Die Menschen klagen \u00fcber die K\u00e4lte!<\/p>\n

Im kleinen D\u00f6rfchen Riudoms, ungef\u00e4hr 100 Kilometer s\u00fcdlich von Barcelona, treffe ich an diesem Vormittag Josefina Mallafr\u00e9, eine elegant-gekleidete Frau, die mir heute etwas \u00fcber die au\u00dfergew\u00f6hnliche Geschichte ihrer Familie und der Olivenm\u00fchle erz\u00e4hlen will. Zusammen mit ihrem Sohn Josep-Maria betrete ich das Wohnhaus, das direkt neben der M\u00fchle steht. Josefina erwartet mich schon, Sie sitzt im Wohnzimmer, das Kaminfeuer lodert und es ist angenehm warm.<\/p>\n

Ich setze mich neben Sie, wir kennen uns seit einigen Jahren, daher entsteht sehr schnell ein vertrautes Verh\u00e4ltnis. Sie f\u00e4ngt an, \u00fcber ihr Leben zu reden\u2026<\/p>\n

Die Kindheit war damals Arbeit<\/h4>\n
\"Josep<\/a>

Josep Maria Mallafr\u00e9 (Oliven\u00f6l No. 11)<\/p><\/div>\n

Josefinas Geschichte beginnt in Riudoms, einem kleinen Dorf im Hinterland der Costa Daurada und unweit von Reus. Hier wurde Sie 1940 geboren, auf einem Bauernhof, den die Eltern mit viel Arbeit Tag f\u00fcr Tag bewirtschafteten. Schon als Kind musste Sie zusammen mit ihrem gr\u00f6\u00dferen Bruder mithelfen, die Existenz der Familie zu sichern. Neben dem Anbau von Gem\u00fcse und Haseln\u00fcssen kam mit den Jahren auch eine kleine H\u00fchnerfarm hinzu.<\/p>\n

Viel Zeit zum Lernen blieb nicht, zur Schule konnte Sie nicht immer gehen, also beschlossen die Eltern, zusammen mit anderen Bauern, im Sommer eine private Lehrerin zu engagieren. Sie wussten im republikanischen Katalonien, dass Bildung wichtig ist und lie\u00dfen die Kinder das Vers\u00e4umte im Sommer wieder aufholen. Zu dieser Zeit lernte Josefina einen Jungen namens Humberto kennen. Gerade einmal 14 Jahre alt, wohnte der junge Mann mal bei seinen Verwandten in Riudoms und mal bei seinen Eltern, in dem f\u00fcr Sie so fernen Frankreich.<\/p>\n

Warum wohnt ein Junge mal in Katalonien und mal in Frankreich, will ich wissen. Josefina ist nun mittendrin in ihrer Familiengeschichte.<\/p>\n

Juan Mallafr\u00e9 als Republikaner im spanischen B\u00fcrgerkrieg, die Emigration<\/h4>\n

Humbertos Vater, Juan Mallafr\u00e9, war ein hoch angesehener Mann in Riudoms. Er handelte mit Fr\u00fcchten und Gem\u00fcse, kaufte und verkaufte, er hatte es zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht. Sein Herz pochte links-republikanisch, ein Mann, der Anfang der 30 Jahre des vergangenen Jahrhunderts seine Ideale einer freien und selbstbestimmten Gesellschaftsform verteidigte. Er wurde B\u00fcrgermeister und k\u00fcmmerte sich f\u00fcrsorglich, aber auch streng um sein Dorf.<\/p>\n

Doch mit dem spanischen Diktator Franco sollte sich von heut auf morgen alles \u00e4ndern. Die Truppen des Diktators r\u00fcckten n\u00e4her, es kam zur entscheidenden Schlacht gegen die Republikaner am Ebro, keine 50 Kilometer von Riudoms entfernt \u2013 ein Blutbad mit tausenden Opfern. Franco mordete grausam und gewann heroisch \u2013 seine Gegner waren daraufhin in h\u00f6chster Gefahr. Auch f\u00fcr Juan wurde es brandgef\u00e4hrlich. Als gl\u00fchender Verfechter der Republik sollte er in ein von Franco errichtetes Konzentrationslager. In h\u00f6chster Gefahr halfen ihm befreundete Franzosen, mit denen er gesch\u00e4ftlich zu tun hatte. Sie boten ihm an, zusammen mit seiner Familie, zu Ihnen, nach S\u00fcdfrankreich zu fliehen. Als eine der wenigen Familien, besa\u00dfen die Mallafr\u00e9s zur damaligen Zeit, es war das Jahr 1934, ein Auto. In einer Nacht-und- Nebel-Aktion verlie\u00dfen Juan, seine Frau und die zwei Kinder das geliebte Riudoms und kamen in der N\u00e4he des franz\u00f6sischen Perpingan unter. Die franz\u00f6sischen Freunde k\u00fcmmerten sich herzlich um die Katalanen, sie gaben ihnen zu essen und halfen den Kindern, die sp\u00e4ter dort auch zur Schule gingen.<\/p>\n

Mit vierzehn trug Humberto bereits die Last eines Erwachsenen<\/h4>\n

Was in den folgenden Jahren geschah, wei\u00df Josefina nicht mehr genau. Sie glaubt, dass Umberto 6 oder 7 Jahre alt war, als er mit seiner Familie nach Frankreich floh. Die Erinnerungen werden wieder deutlicher, als Humberto, gerade einmal 14 Jahre alt, beschloss, mit seiner Mofa und vorbei an den Grenzkontrollen, in das heimatliche Riudoms zu fahren, um nach Verwandten und der von seinem Vater gegr\u00fcndeten Olivenm\u00fchle zu schauen.<\/p>\n

Und es wurde h\u00f6chste Zeit nach dem Rechten zu schauen! Ein aus dem Dorf stammender M\u00fcller war drauf und dran sich die M\u00fchle unter den Nagel zu rei\u00dfen. Gerade noch rechtzeitig und mit Hilfe der Verwandtschaft konnte Humberto die \u201efeindliche \u00dcbernahme\u201c verhindern. Von nun an pendelte er immer zwischen S\u00fcdfrankreich und Riudoms, berichtete seinen Eltern von den Verwandten und von der M\u00fchle. In dem Jungen erwuchs ein Verantwortungsgef\u00fchl f\u00fcr die M\u00fchle, die er bis zu seinem Lebensende in sich trug. Er fing an, das zerst\u00f6rte Dach der M\u00fchle zu reparieren, die Maschinen zu warten, die M\u00fchle wieder f\u00fcr die Produktion von Oliven\u00f6l vorzubereiten. Die Anf\u00e4nge waren schwierig, doch mit den Jahren war die M\u00fchle wieder voll funktionsf\u00e4hig.<\/p>\n

Die R\u00fcckkehr der Familie aus dem Exil<\/h4>\n

Wer katalanische Familien kennt, der wei\u00df, dass gesch\u00e4ftlicher Erfolg ohne den R\u00fcckhalt in der Familie, wenig wert ist. Trotz der ersten, kleinen Erfolge mit der M\u00fchle, die Familie war noch immer getrennt. Juan mit Frau und dem weiteren Kind wohnten weiterhin im Exil und durften nicht ins geliebte Katalonien einreisen. Das sollte sich Anfang der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts \u00e4ndern! Der Pfarrer des Dorfes organisierte eine Petition, um die R\u00fcckkehr der Mallafr\u00e9s zu erm\u00f6glichen. Fast alle B\u00fcrger Riudoms folgten dem Aufruf und unterschrieben den Antrag. Die Provinzregierung lie\u00df sich nur unter einer Bedingung ein: Humberto sollte sich in der \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr das Verhalten seiner Familie entschuldigen \u2013 er willigte ein! Das kaum f\u00fcr m\u00f6glich Gehaltene passierte: Die Familie Mallafr\u00e9 kehrte in die f\u00fcr viele Jahre unerreichbare Heimat zur\u00fcck. Von nun an wohnte die Familie wieder neben ihrer M\u00fchle, wobei Humberto derjenige war, der die Verantwortung \u00fcbernahm. Sein Vater Juan half ihm, redete aber nicht ins Gesch\u00e4ft hinein.<\/p>\n

Die Familie war wieder zusammen, doch es fehlte noch etwas im Leben vom Humberto.<\/p>\n

Josefina l\u00e4chelt und die Augen werden gro\u00df und milde.<\/p>\n

Die Heirat von Humberto und Josefina<\/h4>\n

Ihren Humberto kannte Sie ja schon lange, er war ein Junge des Dorfes, aber so richtig gefunkt hatte es auf einem Dorffest. Der gro\u00dfe Alterunterschied stellte keine Probleme dar, schon eher die Herkunft der Braut. \u201eIch kam aus sehr bescheidenen Verh\u00e4ltnissen, da war mein Schwiegervater am Anfang nicht sehr begeistert\u201c, erinnert sich Josefina. Doch die Liebe kannte keine Grenzen, 1963 wurde geheiratet!<\/p>\n

Es folgten gl\u00fcckliche Jahre, doch Josefina war nun nicht mehr das sch\u00fcchterne M\u00e4dchen aus der Nachbarschaft. Sie half ihrem Mann in der M\u00fchle, sie bekam drei Kinder, Sie musste Verantwortung \u00fcbernehmen. Und Sie wollte mehr: Als Humberto bei einem gemeinsamen Urlaub in S\u00fcdfrankreich einen Mann kennenlernte, der gerne einen Campingplatz in Spanien er\u00f6ffnen wollte, entwickelte sich die Sache nach ihren W\u00fcnschen. Ein verlassener Campingplatz in der N\u00e4he von Riudoms und direkt am Meer war schnell gefunden. Humberto wurde Direktor und die rechte Hand des Besitzers und Josefina setzte sich durch: Sie \u00fcbernahm die Verantwortung f\u00fcr das Lokal des Campingplatzes.<\/p>\n

\u201eIch wollte auch in der N\u00e4he meines Mannes sein, auf so einem Campingplatz gab es ja auch so einige Verf\u00fchrungen\u201c, erinnert sich Josefina und lacht dabei.<\/p>\n

Von der Osterwoche bis September wohnte die Familie in einem kleinen Haus auf dem Campingplatz, im Hochsommer auch zusammen mit den drei S\u00f6hnen, die auf ein katholisches Internat im nahen Tarragona gingen. Der Winter stand dann wieder ganz im Zeichen des Oliven\u00f6ls.<\/p>\n

Zeiten \u00e4ndern sich, was Humberto immer fr\u00fch erkannte<\/h4>\n

Mittlerweile hat sich Josep-Maria, Josefinas mittlerer Sohn und seit dem Jahr 2000 Leiter der Olivenm\u00fchle, mit an den Tisch gesetzt. \u201eFr\u00fcher war so eine Arbeitsteilung m\u00f6glich. Die Ernte im November, dann das Pressen und der Verkauf des gesamten Oliven\u00f6ls. Dann wurde die M\u00fchle wieder sauber gemacht und ab M\u00e4rz ging es auf den Campingplatz\u201c, so Josep-Maria.<\/p>\n

Mutter Josefina best\u00e4tigt die Ausf\u00fchrungen ihres Sohnes, f\u00fcgt aber das Wichtigste hinzu! Ihr Mann hatte in dem bisherigen Gesch\u00e4ftsleben eines gelernt, was \u00fcberlebenswichtig war: \u201eWenn man vorankommen will, darf man nicht still stehen. Jedes Jahr gab es in der M\u00fchle eine Neuerung, immer wieder versuchte er, die Maschinen besser einzustellen, Abl\u00e4ufe zu verbessern. Er wollte immer ein Oliven\u00f6l, das seinen Qualit\u00e4tsanforderungen entspricht. Er redete mit den Bauern, \u00fcberpr\u00fcfte die Oliven, in jedem Urlaub haben wir mindestens eine Olivenm\u00fchle besucht\u201c,\u00a0 erinnert sich Josefina.<\/p>\n

Neben der st\u00e4ndigen Verbesserung seines \u00d6ls, zog Humberto nun endlich auch einmal Vorteile aus seiner eignen, so erlebnisreichen Geschichte. Perfekt franz\u00f6sisch sprechend und keine Angst vor dem Unbekannten fing Humberto an, in Frankreich sein Oliven\u00f6l anzubieten – mit Erfolg. Viele Olivenm\u00fchlen in S\u00fcdfrankreich hatten zu wenig Oliven\u00f6l und Humberto nutzte die Gunst der Stunde und verkaufte gr\u00f6\u00dfere Mengen Jahr f\u00fcr Jahr. Die M\u00fchle, die er mit eigenen H\u00e4nden wieder aufgebaut hatte, war endlich soweit, dass sie die ganze Familie ausreichend ern\u00e4hrte, so war es auch zu verkraften, dass nach 12 Jahren Humberto und Josefina mit der Arbeit auf dem Campingplatz aufh\u00f6ren mussten, da die Besitzer wechselten.<\/p>\n

Die Olivenm\u00fchle wird zum Mittelpunkt ihres Lebens<\/h4>\n

Die Konzentration lag nun ganz und allein auf ihr Oliven\u00f6l! Und ihre M\u00fchle wurde im wahrsten Sinne des Wortes ein Familienunternehmen. W\u00e4hrend Josefina den neugegr\u00fcndeten, kleinen Verkaufsladen leitete, waren Humberto und seine 3 S\u00f6hne mit der M\u00fchle besch\u00e4ftigt. Als besonders begabt im Umgang mit dem Oliven\u00f6ll und den Maschinen erwies sich Josep-Maria: \u201eIch habe immer schon gerne get\u00fcftelt, Maschinen zusammengebaut; die M\u00fchle war ideal zum Lernen und mein Vater lie\u00df mich gew\u00e4hren.\u201c<\/p>\n

Somit stand fest, dass Josep-Maria nach seiner Schulzeit mit 16 Jahren in den Betrieb seines Vaters mit einsteigen w\u00fcrde. Einen Ausbildungszweig, so wie es ihn heute auf der Landwirtschaftsschule gibt, gab es damals nicht. Das Wissen \u00fcber Oliven\u00f6l wurde von Generation zu Generation m\u00fcndlich weitergegeben.<\/p>\n

Josep-Maria war neugierig und unruhig, neben dem v\u00e4terlichen Betrieb gr\u00fcndete er, nicht gerade zur Freude seiner Eltern, mit einem Gesch\u00e4ftspartner eine weitere \u00d6lm\u00fchle zur Herstellung kosmetischer Basisprodukte. Es wartete viel Arbeit auf Josep-Maria, insbesondere zur Erntezeit im November und Dezember wollte die Arbeit nicht enden, 14 und 16-Stunden Tage waren keine Seltenheit.<\/p>\n

Mitten aus dem Leben gerissen<\/h4>\n

Doch dann geschah das, wovor sich alle f\u00fcrchten: Vater Humberto, Familienoberhaupt, K\u00e4mpfer und Charakterkopf der Familie, kam 1999 bei einem schrecklichen Autounfall ums Leben. Aus dem Nichts stand die Familie Mallafr\u00e9 ohne ihren geliebten Mann und Vater da. Es folgten Wochen der Trauer, der Starre, der Hoffnungslosigkeit bis Josefina wieder einmal mit ihrer St\u00e4rke und Entschlossenheit voranschritt. In einem langen Gespr\u00e4ch mit ihren drei S\u00f6hnen \u00e4u\u00dferte Sie ihren einzigen Wunsch: Die vom Vater so geliebte und wieder aufgebaute M\u00fchle solle von den drei Kindern weiter gef\u00fchrt werden. Die Kinder wussten, dass Sie den Wunsch ihrer Mutter nicht abweisen konnten und \u00fcbernahmen gemeinsam das Kommando in der M\u00fchle. Es folgte ein schwieriges Jahr mit mehr Tiefen als H\u00f6hen, wobei die zu erledigende Arbeit noch das geringste Problem war. Verantwortung zu \u00fcbernehmen, Mitarbeiter zu f\u00fchren, Verkaufsgespr\u00e4che zu leiten \u00a0\u2013 Umst\u00e4nde, die Vater Humberto in jungen Jahren lernte und bis zu seinem Tode perfektionierte, mussten die drei S\u00f6hne erst einmal m\u00fchsam erlernen.<\/p>\n

Josep Maria in den gro\u00dfen Fu\u00dfstapfen von Vater Humberto<\/i> und Gro\u00dfvater Juan<\/i><\/h4>\n

Nach dem \u201eLehrjahr\u201c setzten sich die drei Br\u00fcder wieder an einem Tisch um zu beraten, wie es in Zukunft mit der M\u00fchle weitergehen sollte. Sie einigten sich darauf, dass Josep-Maria in Zukunft der alleinige Besitzer der M\u00fchle sein sollte.<\/p>\n

Nach Gro\u00dfvater Juan und Vater Humberto war es nun Josep-Maria, der das Familienunternehmen ab dem Jahr 2000 in die dritte Generation f\u00fchrte. Es folgten Jahre der Investitionen: neue Maschinen wurden gekauft, gr\u00f6\u00dfere Produktionshallen errichtet. Der heute 3-fache Vater handelte getreu nach dem Motto seines Vaters: \u201erenovar o morir\u201c (erneuern oder sterben). Und endlich konnte er seiner Leidenschaft als \u201eT\u00fcftler\u201c nachgehen: In seinem neuen Labor kreierte Josep-Maria neue \u00d6le. Insbesondere bei den aromatischen Oliven\u00f6len war er einer der ersten in Spanien, die Oliven\u00f6l mit Ingwer oder mit Rosmarin kombinierten.<\/p>\n

Als Mitte der 2000er Jahre die Nachfrage nach biologisch-hergestellten Oliven\u00f6len in Deutschland und anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern stark anstieg, war wiederum Josep-Maria einer der ersten, der in Katalonien voranschritt. 2009 verlie\u00df zum ersten Mal ein Bio-Oliven\u00f6l die M\u00fchle der Mallafr\u00e9s. \u201eIch m\u00f6chte gerne, so wie mein Vater, jedes Jahr etwas Neues machen, dann werden wir sicherlich auch in Zukunft Erfolg haben\u201c, so Josep-Maria.<\/p>\n

Noch immer sitzen wir in der guten Stube bei Mutter Josefina, die Geschichte der Mallafr\u00e9s ist aufregend und spannend und unser Gespr\u00e4ch f\u00fchrt uns in die Zukunft. \u201eIch habe drei S\u00f6hne, die alle zur Schule gehen und wei\u00df \u00fcberhaupt noch nicht, ob einer von ihnen einmal Interesse hat, die M\u00fchle weiterzuf\u00fchren\u201c, f\u00e4hrt er fort. \u201eSollten Sie andere Interessen haben, dann w\u00e4re es so, ich werde Sie absolut darin unterst\u00fctzen, ihre Berufsw\u00fcnsche umzusetzen. Doch sollte sich einer von den drei Jungs f\u00fcr die M\u00fchle entscheiden, dann w\u00e4re ich sehr gl\u00fccklich.\u201c<\/p>\n

Bei diesen Worten fangen auch Josefinas Augen an zugl\u00e4nzen.<\/p>\n

Ralf Wigger<\/h5>\n

Als M\u00fcnsteraner lernte Ralf Wigger<\/em> die Katalanin Veronica Ventura<\/em> in einer irischen Jugendherberge kennen. Heute leben beide in Cambrils, nahe Riudoms. Ralf betreibt dort ein kleines katalanisches Reiseb\u00fcro f\u00fcr Individualreisende und bietet seit vier Jahren f\u00fcr die arteFakt-Freunde j\u00e4hrlich Reisen zur Olivenernte<\/a> an, nat\u00fcrlich bei der Familie Mallafr\u00e9. Weiterhin schreibt Ralf regelm\u00e4\u00dfig im Katalonien-Blog<\/a> f\u00fcr uns \u00fcber Interessantes aus der Olivenregion Tarragona, in der der Ort Riudoms liegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

Erz\u00e4hlt von Ralf Wigger Es ist Januar \u2013 in Katalonien ist der Winter eingezogen, der Wind, der vom Meer kommt, treibt eine unangenehme Feuchtigkeit \u00fcber das Land. Die Menschen klagen \u00fcber die K\u00e4lte! Im kleinen D\u00f6rfchen Riudoms, ungef\u00e4hr 100 Kilometer s\u00fcdlich von Barcelona, treffe ich an diesem Vormittag Josefina Mallafr\u00e9, eine elegant-gekleidete Frau, die mir… Weiterlesen »Oliven\u00f6l No. 11 \u2013 Die Mallafr\u00e9s<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5085,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"categories":[117],"tags":[],"class_list":["post-4036","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-olivier-mallafre-katalonien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4036","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4036"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4036\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5085"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4036"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4036"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4036"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}