{"id":4134,"date":"2013-04-06T09:07:04","date_gmt":"2013-04-06T08:07:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/?p=4134"},"modified":"2022-08-24T13:59:46","modified_gmt":"2022-08-24T12:59:46","slug":"mitten-drin-bei-den-mallafrs-jakob-steffens-berichtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/mitten-drin-bei-den-mallafrs-jakob-steffens-berichtet\/","title":{"rendered":"Mitten drin bei den Mallafr\u00e9s – Jakob Steffens berichtet"},"content":{"rendered":"

Buenos dias, oder wie man in katalan sagt, bon dia.<\/p>\n

Mein Name ist Jakob Steffens und ich studiere derzeit im zweiten Semester European Economic Studies in Bamberg. Man k\u00f6nnte auch Volkswirtschaftslehre sagen, aber es ist doch irgendwie anders. Zum einen ist es, wie der Name schon sagt, europabezogen, zum anderen liegt ein Schwerpunkt im sprachlichen Bereich. Neben Deutsch und Englisch w\u00e4hlt jeder Studierende eine dritte (Fremd-)Sprache.<\/p>\n

Ich habe mich f\u00fcr Spanisch entschieden und weil ich mich in der Sprache noch nicht zu Hause f\u00fchle, verbringe ich nun zwei Monaten in Reus. (ca. 100 Kilometer s\u00fcdlich von Barcelona). Hier lebe ich in einer WG und absolviere ein Praktikum bei dem Unternehmen Mallafr\u00e9, die auch Erzeuger des arteFakt Oliven\u00f6ls Nummer 11 sind.<\/p>\n

Im Folgenden m\u00f6chte ich ein wenig \u00fcber meine bisherigen Erfahrungen berichten: Als ich Anfang M\u00e4rz ankam, war das Oliven\u00f6l schon \u201efertig\u201c, das hei\u00dft, ich war weder in den Olivenhainen noch war ich dabei, als die Oliven zu \u00d6l verarbeitet wurden.<\/p>\n

Im B\u00fcro h\u00e4ngt ein gro\u00dfes Regal, dort stehen unz\u00e4hlige Flaschen in unterschiedlichen Formen und Gr\u00f6\u00dfen drauf, die in alle Welt verschickt werden \u2013 jeder K\u00e4ufer hat eben andere Vorstellungen, wie das Produkt aussehen und beklebt sein soll.<\/p>\n

Die Mitarbeiter sortieren die Unternehmen oftmals nicht nach Namen sondern nach L\u00e4ndern. \u201eWo geht das hin?\u201c \u201eNach Tunesien.\u201c \u201eWar das alles f\u00fcr Deutschland?\u201c \u201eNein, wir m\u00fcssen noch\u2026\u201c<\/p>\n

\"Die<\/a>

Die gro\u00dfe Oliven\u00f6l-Abf\u00fcllanlage<\/p><\/div>\n

Vor ein paar Tagen kam der LKW, der die Ware nach Deutschland f\u00e4hrt, gestern habe ich Aufkleber gedruckt, die auf Holl\u00e4ndisch waren. Anfang dieser Woche mussten alle Aufkleber noch einmal gemacht werden, weil sie nicht in Englisch waren. Ein anderes Mal habe ich Kanister mit franz\u00f6sischem Aufdruck gesehen.<\/p>\n

Alle paar Tage kommen Menschen aus aller Herrenl\u00e4nder, um das \u00d6l der diesj\u00e4hrigen Ernte zu probieren, um sich den Betrieb und die Produktionsweise einmal n\u00e4her anzuschauen oder um neue Gesch\u00e4ftsbeziehungen zu kn\u00fcpfen.<\/p>\n

Eine Anekdote hat es mir besonders angetan. Es war ein Mittwoch, ich habe ein paar Sachen gesucht, als pl\u00f6tzlich eine bekannte Sprache zu mir r\u00fcber wehte \u2013 Englisch \u2013 ich habe mich riesig gefreut, endlich Mal eine Sprache zu h\u00f6ren, die ich zu 100 % verstehe. Wer steht da? Ein spanischer Dolmetscher und zwei Inder \u2013 schick in ma\u00dfgeschneiderten Anz\u00fcgen, die Rolex sitzt, der BMW-Sportwagen parkt vor der T\u00fcr. \u201eHello.\u201c Der Spanier antwortet, von den beiden anderen bekomme ich kein Zeichen, ob sie mich \u00fcberhaupt registriert haben? Ich gehe meiner Arbeit weiter nach.<\/p>\n

Wenig sp\u00e4ter kommt das Gespann in die Produktionsanlage, erweitert durch den Chef Josep Maria, der sie stolz herumf\u00fchrt und ihnen erkl\u00e4rt, wie deren Produkte hier verarbeitet werden. Ich bin neugierig, w\u00fcrde gerne mit ihnen reden, wo sie genau herkommen, was sie genau machen und vieles mehr. Aber dazu kommt es leider nicht.
\nIm Endeffekt gehen zigtausend 0.02 Liter Flaschen nach Indien. (Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Die Flaschengr\u00f6\u00dfe ist wirklich so klein).<\/p>\n

\"Josep<\/a>

Josep Maria Mallafr\u00e9, der „jefe“ bei der Arbeit<\/p><\/div>\n

Wie man vielleicht schon aus meinem Text heraus lesen kann, bin ich gr\u00f6\u00dftenteils in der Produktion, was auch den L\u00f6wenanteil des Unternehmens ausmacht. Es gibt zudem noch einen kleinen Verkaufsladen, ein B\u00fcro mit einigen Angestellten und einen auf Provisionsbasis arbeitenden Verk\u00e4ufer. Und DER leistet ganze Arbeit: in nahezu jedem Supermarkt, der keiner gro\u00dfen Kette angeh\u00f6rt und demnach auch etwas teurer und qualitativ hochwertigere Produkte vertreibt, sehe ich Produkte mit dem \u201eMallafre\u201c Logo.<\/p>\n

Soweit einmal meine ersten Eindr\u00fccke von der Arbeit bei den Mallafr\u00e9s.<\/p>\n

 <\/p>\n

Viele Gr\u00fc\u00dfe
\nJakob Steffens<\/p>\n

 <\/p>\n

 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

Buenos dias, oder wie man in katalan sagt, bon dia. Mein Name ist Jakob Steffens und ich studiere derzeit im zweiten Semester European Economic Studies in Bamberg. Man k\u00f6nnte auch Volkswirtschaftslehre sagen, aber es ist doch irgendwie anders. Zum einen ist es, wie der Name schon sagt, europabezogen, zum anderen liegt ein Schwerpunkt im sprachlichen… Weiterlesen »Mitten drin bei den Mallafr\u00e9s – Jakob Steffens berichtet<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"categories":[158],"tags":[],"class_list":["post-4134","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-katalonien-blog"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4134","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4134"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4134\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15201,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4134\/revisions\/15201"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4134"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4134"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4134"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}