{"id":5076,"date":"2013-08-23T09:30:56","date_gmt":"2013-08-23T08:30:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/?p=5076"},"modified":"2013-08-23T09:30:57","modified_gmt":"2013-08-23T08:30:57","slug":"reaktionen-auf-den-moeglichen-versuch-mit-genveraenderten-fliegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/reaktionen-auf-den-moeglichen-versuch-mit-genveraenderten-fliegen\/","title":{"rendered":"Reaktionen auf den m\u00f6glichen Versuch mit genver\u00e4nderten Fliegen"},"content":{"rendered":"

Das Thema \u00fcber einen m\u00f6glichen Feldversuch mit genver\u00e4nderten Fliegen im s\u00fcdlichen Katalonien l\u00e4sst keinen Olivenbauern kalt. Seit Tagen wird hei\u00df \u00fcber den Einsatz der Fliegen diskutiert, mit eindeutiger Tendenz: \u201eDie L\u00f6sung des Problems der Olivenfliegenplage sind nicht genver\u00e4nderte Fliegen\u201c, sagt beispielsweise ein Sprecher der Bauernvereinigung \u201eTerres de l\u00b4Ebre\u201c. Weiter f\u00fcgt er hinzu, dass \u201edie Felder kein Labor sind. Die genver\u00e4nderten Fliegen k\u00f6nnen gravierende Folgen hervorrufen. Alles, was sich mit dem Thema verbindet, macht uns gro\u00dfe Angst.\u201c<\/p>\n

\"mosca\"<\/a>Auch nach R\u00fccksprache mit uns bekannten Olivenbauern ist vielen der Einsatz von genver\u00e4nderten Fliegen zu riskant. Lieber, so beispielsweise Alejandro Llaurad\u00f3, setzt er auf seine herk\u00f6mmliche Methode, indem er als Lockmittel rechtzeitig viele Flaschen mit \u201eStockfisch-Wasser\u201c (Wasser, das zum Entsalzen von Stockfischen benutzt wird) aufh\u00e4ngt.<\/p>\n

Ebenfalls hat das Thema Reaktionen in Deutschland\u00a0\u00a0hervorgerufen (Quelle N24):\u00a0Wenn alles nach den Pl\u00e4nen des Biotechnologie-Giganten Oxitec l\u00e4uft, sterben zwar weibliche Larven sofort ab, m\u00e4nnliche Nachkommen aber k\u00f6nnten monatelang \u00fcberleben, sagt Christoph Then von „Testbiotech e.V“ gegen\u00fcber N24 Online. „Testbiotech“ ist ein Institut f\u00fcr die unabh\u00e4ngige Folgenabsch\u00e4tzung von Biotechnologie.<\/p>\n

Sollten die m\u00e4nnlichen Olivenfliegen durch die Netze schl\u00fcpfen, „kann ihre weitere Ausbreitung kaum kontrolliert werden“, so Then. Die Folgen f\u00fcr die Umwelt seien nicht vorhersehbar. Die synthetische DNA der Tiere setze sich zu Teilen aus Erbgut von Meeresorganismen, Bakterien und Viren zusammen, eine Kombination die bislang nur unter Laborbedingungen ausreichend erforscht sei.
\nAbgesehen von den langfristigen Folgen f\u00fcr Mensch und Natur h\u00e4tte ein solches Szenario zun\u00e4chst drastische Folgen f\u00fcr die Olivenbauern, denen der Konzern nach eigenen Angaben helfen will. Die Ernte in der Region w\u00fcrde unverk\u00e4uflich: „Wenn sich gentechnisch ver\u00e4nderte Larven in den Oliven befinden, sind diese nicht als Lebensmittel zugelassen“, sagt Christoph Then.<\/p>\n

Herzliche Gr\u00fc\u00dfe aus Katalonien
\nVeronica und Ralf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

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