{"id":5296,"date":"2013-09-04T13:19:01","date_gmt":"2013-09-04T12:19:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/?p=5296"},"modified":"2022-09-21T14:28:37","modified_gmt":"2022-09-21T13:28:37","slug":"lecker-mit-olivenoelteil-8-allioli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/lecker-mit-olivenoelteil-8-allioli\/","title":{"rendered":"Lecker mit Oliven\u00f6l\u2026(Teil 8 \u2013 Allioli)"},"content":{"rendered":"

Es war nicht Liebe auf dem ersten Blick! Als ich zum ersten Mal bewusst, es war auf einer Studentenfete, Allioli a\u00df, war der Knoblauchgeschmack noch Tage sp\u00e4ter (so kam es mir auf jeden Fall vor) im Mund zu sp\u00fcren \u2013 unangenehm und davon \u00fcberzeugt, dass das \u201eZeug\u201c nichts f\u00fcr mich ist. Danach traute ich mich jahrelang nicht mehr an die katalanische Spezialit\u00e4t \u2013 erst der erste Besuch bei meinen Schwiegereltern brachte die Wende. Zum Mittagessen eingeladen und mit einem leichten Kribbeln im Bauch servierte meine Schwiegermutter nach der Vorspeise eine selbstgemachte Fideu\u00e0, und ehe ich mich versah, hatte mein Schwiegervater den Teller auch schon mit einem gro\u00dfen Klacks Allioli versehen.
\nH\u00f6flich, dennoch leicht irritiert, machte ich mich an die Fideu\u00e0. Nach wiederholter Aufforderung meines Schwiegervaters (\u201eoh, wie lecker ist doch die Allioli\u201c) hatte ich keine Chance mehr. Es war zuerst nur ein Hauch an Allioli, doch die Verwunderung war gro\u00df: Das \u201eZeug\u201c war nicht unangenehm, im Gegenteil, nach mehrmaligen Probieren musste ich feststellen: Es gibt auch Liebe auf den zweiten Blick\u2026<\/p>\n

Wer etwas mehr \u00fcber die kalte Creme wissen will, hier die Erkl\u00e4rung von wikipedia:
\nAioli oder Allioli (frz.: A\u00efoli; aus dem Okzitanischen bzw. Katalanischen all i oli, \u201eKnoblauch und \u00d6l\u201c) ist eine aus dem Mittelmeerraum stammende kalte Creme, die vor allem aus Knoblauch, Oliven\u00f6l und Salz besteht.
\nBei der klassischen Aioli, die nur aus Knoblauch und \u00d6l besteht, werden Knoblauchzehen in einem M\u00f6rser zerrieben. Dann wird \u00d6l in d\u00fcnnem Strahl unter fortw\u00e4hrendem R\u00fchren mit dem St\u00f6\u00dfel hinzugegeben, bis eine z\u00e4hfl\u00fcssige Creme entstanden ist. Wird zu viel oder zu schnell \u00d6l hinzugegeben, kann sich die Emulsion wieder trennen und die Aioli gerinnen. Als Emulgator werden deshalb auch Milch, ein St\u00fcckchen gekochte Kartoffel oder ein Eigelb beigegeben. Aioli wird als Vorspeise mit Brot oder Oliven sowie als Beigabe zu Fleisch, Fisch und Gem\u00fcse serviert.
\nDas Rezept wurde erstmals im Jahre 1024 schriftlich festgehalten, ist aber vermutlich viel \u00e4lter. Aus der Aioli entstanden durch Verfeinerungen und Rezeptzugaben zahlreiche Varianten. Am bekanntesten ist heute die Variante aus Ma\u00f3 (spanisch Mah\u00f3n) auf Menorca. In der Literatur ist h\u00e4ufig zu lesen, dies sei die Urversion der franz\u00f6sischen Mayonnaise. Diese Auffassung l\u00e4sst sich aber durch keinerlei seri\u00f6se Quellen belegen. Die Etymologie des Wortes Mayonnaise ist v\u00f6llig unklar, es gibt mehrere Deutungen.
\nAioli ist aber auch ein typisch provenzalisches Gericht. Fr\u00fcher ein Armeleuteessen, wird es heute als Spezialit\u00e4t angeboten: Ged\u00fcnstete Kartoffeln, Karotten und gr\u00fcne Bohnen, dazu Seeschnecken und ein St\u00fcck Fischfilet (klassisch ist gew\u00e4sserter Stockfisch aus Kabeljau), und dazu die oben beschriebene Aioli-So\u00dfe.<\/p>\n

\u2026und hier nun die Allioli meiner Schwiegermutter Marga:<\/p>\n

\"Die<\/a>

Die Zutaten: ein mildes Oliven\u00f6l, 2-3 Zehen Knoblauch, 2 Eigelb, Salz und Zitrone. Wichtig: Das Eigelb sollte Raumtemperatur haben!<\/p><\/div>\n

 <\/p>\n

\"Knoblauch<\/a>

Knoblauch klein schneiden und mit einem M\u00f6rser zu einer Paste zerdr\u00fccken. Wichtig: etwas Salz hinzugeben<\/p><\/div>\n

 <\/p>\n

\"Eigelb<\/a>

Eigelb und etwas Salz hinzugeben, dann wird ger\u00fchrt…<\/p><\/div>\n

 <\/p>\n

\"Langsam<\/a>

Langsam das \u00d6l einflie\u00dfen lassen und r\u00fchren, r\u00fchren, r\u00fchren<\/p><\/div>\n

 <\/p>\n

\"S\u00e4ure<\/a>

S\u00e4ure ist immer gut f\u00fcr den Geschmack: Je nach Gusto Zitronensaft hinzugeben<\/p><\/div>\n

 <\/p>\n

\"...und<\/a>

…und nun: Bon profit!<\/p><\/div>\n

 <\/p>\n

 <\/p>\n

Herzliche Gr\u00fc\u00dfe aus Katalonien
\nVeronica und Ralf<\/p>\n

 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

Es war nicht Liebe auf dem ersten Blick! Als ich zum ersten Mal bewusst, es war auf einer Studentenfete, Allioli a\u00df, war der Knoblauchgeschmack noch Tage sp\u00e4ter (so kam es mir auf jeden Fall vor) im Mund zu sp\u00fcren \u2013 unangenehm und davon \u00fcberzeugt, dass das \u201eZeug\u201c nichts f\u00fcr mich ist. Danach traute ich mich… Weiterlesen »Lecker mit Oliven\u00f6l\u2026(Teil 8 \u2013 Allioli)<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"categories":[158],"tags":[198],"class_list":["post-5296","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-katalonien-blog","tag-alioli"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5296","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5296"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5296\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15594,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5296\/revisions\/15594"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5296"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5296"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5296"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}