{"id":5390,"date":"2013-09-17T14:42:09","date_gmt":"2013-09-17T13:42:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/?p=5390"},"modified":"2013-09-17T14:42:09","modified_gmt":"2013-09-17T13:42:09","slug":"mehr-als-nur-geschaeft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artefakt.eu\/wissen\/mehr-als-nur-geschaeft\/","title":{"rendered":"Mehr als nur Gesch\u00e4ft"},"content":{"rendered":"

Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit! Conrad B\u00f6licke (arteFakt-Gr\u00fcnder) schaute bei seinem katalanischen Oliven\u00f6lproduzenten und Freund Josep Maria Mallafr\u00e9 vorbei. Am Samstag sa\u00dfen wir drei (Conrad, Josep Maria und Ralf) knapp 4 Stunden beisammen, um einmal in Ruhe \u00fcber Gesch\u00e4ftliches und Privates zu sprechen.
\nZuerst einmal berichtete Conrad von der Oliven\u00f6lweiterbildung f\u00fcr Produzenten Anfang August in Italien. Josep Maria konnte aus privaten Gr\u00fcnden leider nicht an der Fortbildung teilnehmen, somit informierte Conrad ihn \u00fcber den aktuellen Stand der Dinge. Gerade in Hinblick auf die bald beginnende Erntezeit wurde noch einmal verdeutlicht, dass insbesondere der M\u00fchlenprozess f\u00fcr die Qualit\u00e4t des Oliven\u00f6ls von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung ist.
\nNeben organisatorischen Absprachen widmeten wir uns auch dem Thema der Qualit\u00e4tssicherung. Ein Angelegenheit, die gar nicht so einfach war, denn wir standen vor einem \u201eSeifen-Problem\u201c.
\nW\u00e4hrend die Mallafr\u00e9-Seife hier in Katalonien auch nach vielen Wochen und Monaten bei bester Qualit\u00e4t bleibt, f\u00e4ngt dieselbe Seife im arteFakt-Lager in Deutschland nach einigen Wochen an der Oberfl\u00e4che kleine, schwarze Punkte zu bilden. Trotz zus\u00e4tzlicher Trocknung bilden einige Seifen diese schwarzen Punke, andere nicht. Ein R\u00e4tsel, das wir nicht l\u00f6sen konnten. Es wurde vereinbart, die Seife in einem Labor untersuchen zu lassen, um heraus zu finden, wieso und weshalb sich diese schwarzen Punkte bilden. Mit Spannung erwarten wir die Ergebnisse!\u00a0\"OLYMPUS<\/a>
\nZum Ende der Besprechung widmeten wir uns einem ganz anderen Thema. Es ging um die Frage des Wachstums. Wie kann\/muss ein Familienunternehmen wachsen? Josep Maria erz\u00e4hlte uns von seinen Erfolgen, seine Produkte auch au\u00dferhalb Europas zu verkaufen. Erst vor kurzem konnte er einen neuen Kunden in Indien (!) gewinnen. Doch der wirtschaftliche Erfolg bedeutet gleichzeitig auch eine Ver\u00e4nderung in der Unternehmensstruktur. Derzeit besch\u00e4ftigt Josep Maria 14 Personen\u00a0 – von B\u00fcroangestellten bis hin zu Mitarbeitern in der Produktion. Viel Verantwortung und immer mehr Arbeit warten tagt\u00e4glich auf den 3-fachen Vater. Vor diesem Hintergrund und der Gefahr irgendwann einmal den \u00dcberblick zu verlieren, empfahl Conrad, die Struktur den Gegebenheiten anzupassen. Dabei fehlt nicht ein weiterer \u201eArbeiter\u201c, so Conrad, sondern eine Person, die bereits \u00fcber ausreichende Vorkenntnisse im Bereich Oliven\u00f6l verf\u00fcgt. Da es (kaum vorstellbar, aber wahr) in Spanien keine Fachhochschule f\u00fcr Oliven bzw. Oliven\u00f6l gibt, m\u00fcsste der\/die neue Mitarbeiter\/in \u00fcber Qualifikationen verf\u00fcgen, die beispielsweise in einem Biologie- oder Chemiestudium erlangt werden. Vergleichbar w\u00e4re die neue Stelle, die eines Kellermeisters in der Weinproduktion.\u00a0Gro\u00dfer Vorteil f\u00fcr Josep Maria w\u00e4re nicht nur die Verringerung der Arbeitsbelastung, sondern auch die fachliche Auseinandersetzung bzgl. der Produktpalette.<\/p>\n

Somit endete die Besprechung und es folgte der \u201eprivate\u201c Teil. Der Besuch in Katalonien bedeutet auch immer das Wiedersehen mit Josefine, Mutter von Josep Maria und Familienoberhaupt der Mallafr\u00e9s. Auch mit ihren knapp 75 Jahren ist Sie immer an den Neuigkeiten im Hause B\u00f6licke interessiert. Es ist eben ein Besuch bei Freunden und viel mehr als „nur“ Gesch\u00e4ft.<\/p>\n

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Herzliche Gr\u00fc\u00dfe aus Katalonien
\nVeronica und Ralf<\/p>\n

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