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3 in 1 – die Verknüpfung von Moor, Schulgarten & italienischem schwarzem Reis

Veränderungen erfordern zunächst einen neuen Blick auf Dinge, die man gewohnt ist und die sich dadurch lange der Aufmerksamkeit entziehen. Erst wenn die Wahrnehmung die Alltagsroutine durchbricht und sich neue Probleme in den Vordergrund drängen, lassen wir die Fragen zu nach dem Was nun und Was tun. Bei den Klimaveränderungen stehen wir vor so übermächtigen Herausforderungen, dass einen auch der Mut verlassen könnte, für die komplexen Probleme Lösungen zu finden. In der Genossenschaftsbeilage skizzieren wir Beiträge bei und mit den Oliviers, die wir mit der Kraft der Gemeinschaft aufnehmen wollen. Mit dem symbolischen 3 in 1-Projekt bieten wir einen Ansatz für den Alltag hier bei uns, nur ein kleines Angebot, aber Veränderungen beginnen oft im Kleinen und geben uns den neuen Blick auf die Dinge.

1 – 300 x italienischer schwarzer Reis

Vor 25 Jahren waren wir u.a. mit dem Konzept der Großpackungen, des Jahresvorrats und der Gemeinschaftsbestellungen angetreten, um eine günstigere Gestaltung der Ökonomie und der Ökologie durch Reduzierung von Verpackung und Transportenergie zu erreichen. Über die Jahre hat sich das abgeschliffen, und die Bestellungen werden seit Längerem schon wieder kleinteiligere und häufigere Einzelorder.
Die Zeit zum Anlegen eines Jahresvorrates Olivenöl kommt nun aber erst wieder mit dem Start der Olivenölkampagne im kommen- den Frühjahr. Mit einer symbolischen Aktion möchten wir schon jetzt den Blick darauf richten. Auf unserer kürzlichen Italientour zum Besuch unserer dortigen Partner*innen bekamen wir einen äußerst schmackhaften schwarzen Reis serviert, der uns auf die Idee brachte, den Reis als Großpackung in einem Vorratsglas anzubieten, auf den Ertrag zu verzichten und statt dessen die Loki-Schmidt-Stiftung und einen Berliner Lehrer zu unterstützen. Hier können Sie den schwarzen Vollkornreis bestellen.

2 – Re-Aktivierung eines Schulgartens

Die Nehring-Grundschule im Charlottenburger Kiez in Berlin gewann eines der von uns verlosten Insektenhotels, und so kamen wir mit ihr in Kontakt. Frank Schmidt war erst kurz zuvor aus Suüddeutschland als Lehrer neu an die Schule gekommen, und weil er den Kollegen von seinem dortigen Garten erzählte, ernannten sie ihn umgehend zum Beauftragten des Schulgartens. Der lag allerdings seit vielen Jahren brach und war daher stark verwildert. Mit Berliner arteFakt-Freunden wollten wir ihm just an dem Wochenende helfen, wieder Grund in den Garten zu bekommen, als die Schule wegen der Pandemie für lange Zeit für die Kinder und für schulfremde Personen geschlossen wurde. Frank machte sich in der Zeit allein ans Werk, später auch wieder mit einigen Schüler*innen, und wir spendeten neue Pflanzen dafür.

So sind einige Bereiche auch wieder als Schulgarten sichtbar geworden. Für den Schulgarten stehen Frank von der Schule nur 150,00 Euro als Jahresbudget zur Verfügung. Mit dem Geld sind die Re-Vitalisierung und der Unterhalt des Gartens nicht zu schaffen. Ein wetterfester Unterstand für den Unterricht im Garten müsste dringend die zwei jetzigen Pavillon-Provisorien ablösen, die kaum den Winter überstehen werden. Hier wird der schwarze Reis helfen, und im Frühjahr rufen wir die Berliner arteFakt-Freunde dann erneut zu einem Einsatz im Garten auf.

3 – CO2 Speicherfähigkeit der Moore

Über unsere Aktivitäten zum Erhalt der Lebensräume für Wildbienen und Insekten sind wir im letzten Jahr in Kontakt mit der Loki-Schmidt-Stiftung in Hamburg gekommen. Sie widmet sich schon seit vielen Jahren den Insekten und dem Erhalt von Wildblumen in natürlichen Lebensräumen. Spannend finden wir in diesem Zusammenhang auch das Engagement der Stiftung zum Erhalt und zur Wiedervernässung von Mooren. Sie sind bedeutende CO2-Speicher und spielen daher auch eine Rolle in der Klimadiskussion. Für die Aktion der Stiftung, mit einem Euro einen Quadratmeter Moor zu erhalten, hatten wir um eine Beteiligung geworben. Viele von Ihnen haben sich dann beteiligt, und so gibt es jetzt nördlich von Hamburg 5.000 arteFakt-Quadratmeter im Wittmoor. Wir bleiben dran, unterstützen das weiterhin, auch mit der Ausweitung der Fläche, wofür der schwarze Reis auch hier von Nutzen sein wird.

UNSERE REZEPTE MIT DEM SCHWARZEN REIS:

Schwarzer Reis-Bowl mit verschiedenen Toppings Risotto von schwarzem Reis Maispoulardenbrust & scharfe Soße Arancini von schwarzem Reis mit Safran-Mozzarella-Füllung

INFORMATIONEN ZUM REIS:

Risipreziosi ist eine noch junge Unternehmung westlich von Mailand, die vor zehn Jahren mit einem kleinen Reisfeld gestartet war, um einen Reis in sehr hochwertiger Manufakturqualität zu erzeugen. Das hat sich unter Reisliebhabern herumgesprochen, so dass sie heute auf mehreren Feldern drei besondere Reissorten anbauen, darunter einen schwarzen Reis, der Gioiello heißt und übersetzt das Juwel bedeutet.  

Neben der prägnanten Färbung zeichnet sich der Gioiello durch besondere organoleptische Eigenschaften aus, mit intensiv floralen Aromen und Noten von Vanille.

Aufgrund der Vollkornverarbeitung, bei der Reis akkurat und sorgfältig mit Stein geschliffen, gereinigt und selektiert, weist er einen niedrigen glykämischer Index (Blutzuckerwirksamkeit) auf, hat einen hohen Gehalt an Antioxidantien, und Vitaminen, insbesondere B1 und B2). Der Gehalt an Polysaccharid-Stärke in Höhe von fast 22 % bewirkt, dass die Reiskörner nicht verkochen und der Reis auf dem Teller körnig und kompakt bleibt.

Gioiello schmeckt nicht nur warm, sondern auch hervorragend als kalte Unterlage für rohes oder Antipasti-Gemüse.

Durchschnittliche Nährwertwerte pro 100g Produkt
ENERGIEWERT 1460 KJ / 345 KCAL
FETT 3,1 g
DAVON GESÄTTIGTE FETTSÄUREN 0,8 g
KOHLENHYDRATE 68g
DAVON ZUCKER 0,9 g
BALLASTSTOFFE 4,8 g
PROTEIN 8,9 g
SALZ 0 g
GARZEIT CA. 40 MINUTEN