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Das gesunde Gehirn: Grundlagen
Wie das Gehirn Informationen verarbeitet, mit Energie versorgt wird und sich im Alter verändert.
Gesundheit · Wissenschaft & Ernährung

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit war man der Meinung, das Gehirn eines Erwachsenen wäre unflexibel und wenig lernfähig; lediglich dem jungen Gehirn wurde eine hohe Plastizität zugeschrieben. Heute weiß man es besser: noch bis ins hohe Alter können zum Beispiel Sprachen oder neue Sportarten erlernt werden. Neue Fähigkeiten zu erlernen ist sogar eine der Stellschrauben, mit der man dem kognitiven Abbau entgegen wirken kann. Aber dazu später mehr.
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Was das Gehirn leistet
Als Gehirn wird der Anteil des zentralen Nervensystems bezeichnet, der in der Schädelhöhle liegt. Den außen liegende Anteil kennen wir unter dem Begriff Rückenmark. Das Gehirn verarbeitet und speichert Informationen, es koordiniert sensorische, motorische und vegetative Funktionen.
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Wenn das Gehirn erkrankt
Erkrankt unser Gehirn, führt das zu weitreichenden Einschränkungen unserer Lebensqualität. Prominente Erkrankungen sind der Schlaganfall oder die Hirnblutung mit plötzlich auftretenden neurologischen Ausfällen, die je nach Schweregrad permanent sind. Auch Infektionen, Tumore oder Schädel-Hirn-Traumen spielen eine Rolle. Aus der älteren Bevölkerung kennen wir vor allem die Alzheimer Demenz oder Morbus Parkinson; beide Erkrankungen sind durch einen fortschreitenden Funktionsverlust gekennzeichnet und fallen unter die Kategorie der neurodegenerativen Erkrankungen.
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Energieversorgung und Schlaf
Das Gehirn hat den höchsten Energiebedarf aller Organe in unserem Körper. Obwohl es nur ca. 2 % der Gesamtkörpermasse ausmacht, ist es für ungefähr 20 % des Sauerstoff- und 25 % des Glucosebedarfs verantwortlich. Die Stoffwechselrate des Gehirns ist somit außerordentlich hoch. Gleichzeitig sorgt ein hoher Blutfluss dafür, dass die benötigten Nährstoffe zügig im Gehirn verteilt werden. Der Abtransport von Schadstoffen aus dem Gehirn und Rückenmark findet primär über das sogenannte glymphatische System statt; in Anlehnung an das lymphatische System des restlichen Körpers. Das glymphatische System ist hauptsächlich während des Schlafens aktiv, wenn der Hirndruck sinkt und die Glymphe besser in die Zwischenräume der Nervenzellen fließen kann. Dies ist einer der Gründe, weshalb ein ausreichender Schlaf so wichtig für uns ist.
Im Alter nehmen Stoffwechselrate und Blutfluss natürlicherweise ab, was sich auch auf die Hirnleistung auswirkt. Mehrere Studien konnten zeigen, dass Veränderungen des Stoffwechsels im Gehirn eine Rolle bei der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen spielen.1
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Die Blut-Hirn-Schranke
Im Gegensatz zu anderen Organen fehlen dem Gehirn eigene Energiespeicher, was es abhängig von einer konstanten Energiezufuhr aus dem Blutkreislauf macht. Die Blut-Hirn-Schranke ist jene Barriere, die den Eintritt von Nährstoffen in das Gehirn sehr engmaschig kontrolliert und gleichzeitig dafür sorgt, dass Schadstoffe draußen bleiben. Mit fortschreitendem Alter wird diese Barriere durchlässiger.
Quellen
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