Mit Pflanzenkohle, Humusbildung, Pflanzendiversität und Agroforstwirtschaft bis zu 50% Wasser sparen

Heute arbeiten wir mit den Kindern der Oliviers zusammen, mit denen wir gemeinsam dreißig Jahre lang „die Olivenwelt“ verändert haben. Wie schon ihre Eltern, mit den wir arteFakt entwickelt haben, stehen auch sie jetzt vor der Notwendigkeit ähnlich grundsätzlicher Veränderungen durchzuführen. Für sie ist es die Landwirtschaft, die in ihrer jetzigen Form dem Klimawandel nicht gewachsen ist. Galt Olivenöl bisher immer als das Gold der mediterranen Länder, wird es jetzt Wasser das Gold werden. Wie bei ihren Eltern werden nur Verbesserungen nicht reichen, um die wachsenden Probleme beherrschbar zu machen. Die Lösungen liegen in grundlegenden Veränderungen, die es zu finden und zu erproben gilt. Dabei wird es wieder nicht schnell gehen können und es braucht auch wieder finanzielle Mittel, die wir zunächst nicht haben. Mit der Spende des 1-Euro-Klimatalers ist es wieder der eine Euro, der von Vielen gegeben wird und es damit möglich macht Veränderungen einzuleiten und erste Erfolge dabei zu erzielen.

Bild von Fave mit Humus Bild ohne Humus

In die Erde des linken Feldstreifens wurde Pflanzenkohle und Humus aus der Regenwurmzucht eingearbeitet und in den Boden des rechten Feldstreifens nicht. In beide Flächen wurde Fave, eine Variante der Saubohne, eingesät und beide Flächen dann auf gleiche Weise nur in der Anzucht- und ersten Wachstumsphase bewässert.

Palma Iacobelli, unsere Mitarbeiterin vor Ort in Apulien, die dort den Patenschafts-Olivenhain Palombaio betreut, der auch zum Landschaftsmuseum und zur Zukunftswerkstatt geworden ist, hat mit Unterstützung des Permakulturspezialisten Giuseppe Sannicandro die Boden- und Pflanzenexperimente eingerichtet. Neben den deutlichen Wachstumsunterschieden ist es auch das Ernteergebnis geworden. Auf dem bearbeiteten Boden (linkes Bild) konnten 55 Kilogramm Fave geerntet werden und auf dem Boden (rechtes Bild) nur 27 Kilogramm.

Die jährlichen Unterhaltskosten des Landschaftsmuseums und die Kosten der Versuchsanordnungen finanzieren sich ausschließlich durch den 1-Euro-Klimataler. Notwendige größere Investitionen, wie die Reparatur der alten Wasserzisterne, des Verlegens einer Bewässerungsanlage und die Anschaffung von landwirtschaftlichen Geräten wurden aus dem Klima- und Generationen-Zukunftsfonds finanziert, in den Gewinnanteile von arteFakt abgeführt werden.